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Hundeerziehung – Grundlagen

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Hast du einen Hund, der nicht hört? Oder habt ihr bald einen Vierbeiner, dem ihr von Anfang an das beibringen wollt, was ein guter Hund alles können muss?

Dann bist du hier genau richtig, denn in diesem Artikel wirst du alles finden, was du wissen musst, z. B. die Grundlagen der Hundeerziehung, oder Fehler die du vermeiden solltest.

Man kann bei der Hundeerziehung vieles Falsch machen, aber damit dir das nicht passiert und du, sowie dein Hund, eine Menge Spaß habt, lies weiter.

Du kannst dir entweder den gesamten Artikel durchlesen, oder du nutzt das Inhaltsverzeichnis, um zu den Punkten zu springen, die dich interessieren.

Viel Spaß!

1. Hundeerziehung und deren Grundlagen fĂŒr AnfĂ€nger

Hundeerziehung

Welche Grundkommandos soll dein Hund können?

Seinen Namen

Seinen Namen zu kennen ist fĂŒr den Hund sehr wichtig, um reagieren zu können, wenn du ihn rufst.

Aus / Stopp / Nein:

Dieses Kommando soll deinen Hund dazu bringen etwas nicht zu machen, z. B. deine Anziehsachen zerkauen, oder etwas vom Boden zu essen.

Dieses Kommando ist eines der Wichtigsten und dein Hund sollte es so schnell wie möglich können.

Hier / Komm her:

Was machst du, wenn dein Hund etwas Interessantes, wie eine KrÀhe, oder ein Eichhörnchen sieht und hinterher will?

Genau dafĂŒr ist dieses Kommando da, denn wenn dein Hund zu dir zurĂŒckkommen soll und du dafĂŒr nichts Passendes hast, hoffe ich fĂŒr dich, dass du deine Laufschuhe angezogen hast und schnell rennen kannst.

Sitz:

Ein leichtes und schnell zu erlernendes Kommando ist „Sitz“. Aber so leicht wie es zu erlernen ist, so wichtig ist es auch, denn wenn dein Hund mal einen Moment warten soll, zum Beispiel wĂ€hrend du ihm die Leine anlegst, oder dir deine Schuhe anziehst, bist du damit bestens gewappnet.

Platz:

Dieses Kommando brauchst du, wenn du deinen Hund an eine Stelle legen willst und weißt, dass es etwas dauern könnte.

Es ist zu empfehlen das Kommando erst fĂŒr kurze Zeit zu ĂŒben und die Dauer langsam zu steigern.

Steh:

Damit stellt sich dein Hund wieder hin, was ausgesprochen praktisch sein kann, wenn ihr beim Tierarzt seid und an seine Pfoten mĂŒsst.

Bleib:

Um deinem Hund zu sagen, dass er an einer bestimmten Stelle bleiben, oder dort Platz machen soll, kannst du dieses Kommando verwenden.

Wenn das sehr gut beherrscht wird, kannst du auch ohne Sorge ein paar Meter gehen, ohne dass dein Vierbeiner sich von allein auf die Socken macht.

In der Regel wird das durch „komm“ aufgelöst und dein Hund kommt zu dir.

Bei Fuß / Fuß:

Wenn ihr durch die FußgĂ€ngerzone, oder andere gut gefĂŒllte Orte, lauft ist es wichtig den Hund nah bei sich zu haben. Das sollte er mit diesem Kommando machen.

Hierbei ist es aber wichtig, dass das entspannte gehen an der lockeren Leine bereits beherrscht wird

Ins Körbchen / Decke / Auf deinen Platz:

Ein Hund brauch, so wie wir auch, seinen RĂŒckzugsort. Wenn eine Situation zu stressig wird, oder unbekannter Besuch kommt, kannst du ihn ganz einfach erstmal auf seinen Platz schicken.

Das sollte jeder gut erzogene Hund können, denn nicht jeder möchte sofort von eurem Hund angesprungen werden.

Jetzt kennst du die wichtigsten Kommandos, die dein Hund beherrschen sollte und die du mit der Zeit immer weiter festigen solltest!


Was sind zu viele Regeln?

Es ist wichtig, dass dein Hund von Anfang an lernt, wie er sich Zuhause benehmen muss.

Du solltest es mit der FĂŒlle an Regeln aber nicht ĂŒbertreiben, denn dein Hund könnte sonst abschalten und gar nicht mehr hören.

Dein Vierbeiner sollte nicht machen können was er will, sonst nimmt er dich nĂ€mlich nicht als RudelfĂŒhrer war.

Also mĂŒssen wir ein gesundes Mittelmaß an Regeln finden, die auch konsequent umgesetzt werden mĂŒssen, denn sonst zeigen wir unserem Hund, dass er uns nicht ernst nehmen muss.

Wenn du einmal eine Ausnahme machst, ist das kein Weltuntergang, aber zum grĂ¶ĂŸten Teil sollten die Regeln eingehalten werden.


Wie belohne ich meinen Hund richtig?

hund belohnen

Belohnungen sind das A und O bei der Hundeerziehung, denn nur wenn dein Vierbeiner ein Kommando mit etwas Positivem verbindet, wird er das auch umsetzen.

Außerdem ist die Belohnung die perfekte Motivation fĂŒr deine Fellnase.

Hierbei ist es nicht wichtig, um was fĂŒr eine Art von Belohnung es sich handelt. Es kann eine Streicheleinheit sein, oder auch ein Leckerli, wobei letzteres sparsam verwendet werden sollte und am besten auch noch etwas Gesundes ist.

Auf unerwĂŒnschtes Verhalten reagierst du am besten mit Ablehnung und unmittelbar, denn nur so kann dein Hund beides miteinander verbinden.


Gewalt und Vermenschlichung

Wenn du deinem Hund etwas mit den Worten: „Du darfst nicht auf die Couch springen“ verbieten willst, wirst du merken, dass dieser Versuch klĂ€glich scheitert.

Hunde verstehen nicht, wenn du mit ihnen redest und haben auch keine menschlichen Denkweisen, sondern sie reagieren immer nur auf ihre Umwelt. In verschiedenen Situationen musst du verstehen, dass dein Hund etwas Interessantes hört und deshalb nicht reagiert, aber nicht stur oder eigensinnig ist.

Um Fehlverhalten zu zeigen, musst du nicht handgreiflich werden, sondern kannst durch dein Auftreten signalisieren, dass dein Vierbeiner etwas falsch macht, oder ein Kommando sagen.

Merke dir, dass Gewalt in der Hundeerziehung ein No-Go ist!


So kommunizierst du richtig mit deinem Hund

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Wenn du willst, dass dein Hund aus einer bestimmten Situation lernt, dann musst du wissen, wie du richtig mit ihm kommunizierst.

Es bringt nichts, wenn dein Hund in das Wohnzimmer pinkelt, wĂ€hrend du weg bist und du ihn erst eine Stunde spĂ€ter bestrafst, denn er kann es nicht mehr damit verknĂŒpfen.

Daraus lernen wir, dass der richtige Zeitpunkt sehr wichtig ist, um auch Erfolge zu haben.

Außerdem reagiert dein Hund auf mehr als nur deine Kommandos, wie zum Beispiel deine Tonlage oder Körpersprache.

Wenn du ihm ein Kommando sagst und deine Körpersprache zeigt etwas anderes, wird dein Hund im schlimmsten Fall nicht darauf hören.


Abwechslung und die richtigen Trainingszeiten

Damit dein Hund nicht das Interesse verliert, ist es wichtig nicht immer das Gleiche zu machen und ruhig mal etwas Neues einzubringen. 

Insbesondere bei bestimmten Rassen, wie einem Husky, oder einem Border Collie solltest du darauf achten.

Es ist auch wichtig, dass du nicht zu lange trainierst, viel lĂ€nger als 15 Minuten am StĂŒck ist nicht empfehlenswert.

Achte darauf zwischendurch immer wieder Pausen zur Entspannung einzubauen.


Hund alleine lassen

hund alleine lassen

Du solltest so frĂŒh wie möglich damit anfangen deinen Hund an das allein bleiben zu gewöhnen. Das machst du, indem du anfĂ€ngst ihn ein paar Minuten allein in einem Raum zu lassen und wenn er ruhig bleibt, kommst du wieder und belohnst ihn.

Denk daran, die Zeit Mal fĂŒr Mal und vor allem nicht zu schnell, zu erhöhen. Das Ziel ist es, dass dein Hund auf dich Verlass hat und weiß du kommst wieder.

Achte darauf nicht zurĂŒckzukommen, wenn der Hund jammert, das wĂŒrde seine Ängste bestĂ€tigen.


Konsequenz in der Hundeerziehung

Wenn du deinem Hund Regeln vorgibst, musst du diese auch konsequent umsetzen, denn wenn du ihm sechsmal etwas verbietest und es beim siebten Mal durchgehen lÀsst, wird dein Vierbeiner testen, wie oft er sein Willen durchsetzen kann.

Bei jungen und dominanten Hunden ist es besonders wichtig konsequent zu sein.

Junghunde zum Beispiel reagieren bei Inkonsequenz oft mit Verunsicherung, was zu Ängstlichkeit und im schlimmeren Fall zu Aggressionen fĂŒhren kann.

Besonders dominante Hunde brauchen einen RudelfĂŒhrer.

Konsequenz in der Hundeerziehung bedeutet, dass du in bestimmten gleichen Situationen auch gleich handelst.


Wie bekomme ich einen Hund Stubenrein?

  1. Deinen Hund nach dem Aufstehen und Essen rausbringen
  2. Zeige ihm den Bereich, den er nutzen soll
  3. Wenn er sein GeschÀft verrichtet hat, belohne ihn
  4. Gehe mindestens alle zwei Stunden mit ihm vor die TĂŒr, um ihm die Möglichkeit zu geben, draußen zu gehen
  5. Halte dich an diese Routine, auch wenn es mal nicht so gut funktioniert

Es kann bis zu 6 Monate dauern, bis ein Hund komplett stubenrein ist. Das wichtige ist nicht zu verzweifeln, sollte doch mal was in die Wohnung gehen.

Du erkennst, dass dein Hund mal muss, wenn er sich Ă€ngstlich in der Wohnung umsieht und geeignete Ecken fĂŒr sein GeschĂ€ft sucht.


Mein Hund hört nicht, was tun?

Wichtig ist hier erstmal den Grund herauszufinden, wieso dein Hund nicht hört. Es könnten unklare Kommandos, oder ein falsches Timing sein. Wenn du merkst, dass du zu einem Kommando nicht die richtige Körpersprache hast, dann versuche etwas daran zu Àndern.

Du solltest außerdem klare Ansagen machen und deinen Hund auch belohnen, so verbindet er dein Kommando mit etwas Positivem.

Wichtig ist auch hier die Übung, denn von Anfang an wird dein Hund nicht auf dich hören.


Jagdtrieb des Hundes kontrollieren

hund jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist bei allen Hunden angeboren und zeigt sich ĂŒblicherweise schon in der 8. Bis zur 16. Lebenswoche. Zwischen dem 6. Und 8. Monat wird er fĂŒr gewöhnlich verfestigt.

Nicht alle Hunde haben einen starken Jagdtrieb, dieser ist von Hund zu Hund unterschiedlich ausgeprĂ€gt und besonders bei Rassen, die zum HĂŒten gezĂŒchtet wurden, relativ stark vorhanden.

Das GefĂ€hrliche daran ist, dass ein Hund gerne alles in seiner Umgebung ausblendet, wenn er seine Beute jagt. Er könnte auf die Straße rennen und so sich und andere Leute gefĂ€hrden, oder sogar verletzen.

Abgewöhnen kannst du den Jagdtrieb nicht, er kann aber kontrolliert werden. Das kannst du durch eine gute Bindung zwischen euch und einem Anti-Jagd-Training schaffen.

Hier findet ihr einen sehr guten Beitrag ĂŒber das Anti-Jagd-Training von Tractive.com


Hunde mit auffÀlligem Verhalten

hund auffÀlliges verhalten

Zu den VerhaltensauffĂ€lligkeiten zĂ€hlen zum Beispiel Beiß- und Zerstörungswut, AggressivitĂ€t und andauerndes Bellen.

Das Erste, was du bei einem Hund machen musst, der VerhaltensauffĂ€lligkeiten zeigt, ist es, die genaue Ursache dafĂŒr herauszufinden. Wenn du diese nicht kennst, ist es sehr schwer etwas dagegen zu tun.

Mögliche Ursachen sind:

  • Langeweile oder Überforderung
  • Erziehungsfehler
  • Stress
  • MissverstĂ€ndnisse in der Kommunikation
  • Eine gestörte Mensch-Tier-Beziehung
  • Traumatische Erlebnisse

Wenn die Ursache bekannt ist, kann man auch richtig auf das Verhalten des Hundes eingehen und die Ursachen verhindern.

Es ist bei verhaltensauffÀlligen Hunden zu empfehlen einen Hundetrainer hinzuzuziehen, oder eine Hundeschule zu besuchen.

Jetzt kennst du die Grundlagen der Hundeerziehung, diese solltest du dir ruhig öfters angucken, da sie als die Grundpfeiler zu verstehen sind.

Hier noch eine interessante Buchempfehlung:

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In diesem Buch bekommst du alles mit auf den Weg zur Erziehung und dem Wohl deines Hundes. Du findest hier Tipps, Checklisten und RatschlĂ€ge fĂŒr viele Situationen mit deinem Vierbeiner.


2. Altersgerechte Hundeerziehung

In diesem Teil lernst du, was fĂŒr Unterschiede es gibt, wenn du einen Welpen oder einen Ă€lteren Hund erziehst, ab wann du am besten mit der Erziehung beginnen solltest und wie lange diese dauert.

Beginn der Hundeerziehung

Bei der Erziehung deines Vierbeiners ist es wichtig so frĂŒh wie möglich anzufangen, denn im jungen Alter sind Hunde noch sehr verspielt und wissbegierig, wenn du das nutzt, wird es deutlich einfacher deinem Hund etwas beizubringen.

Dauer der Hundeerziehung

Um es gleich vorwegzunehmen, die Hundeerziehung hört nie auf, denn dein Hund lernt sein Leben lang immer wieder neues und verfestigt mit jedem Mal das gelernte.

Die Dauer um eine Übung zu können und diese auch in allen Situationen auszufĂŒhren, ist von Hund zu Hund unterschiedlich, das kann manchmal Monate dauern.

Wenn dein Hund stur ist und du es nicht richtig angehst, kann sich das sehr in die LÀnge ziehen, deswegen versuche es von Anfang an so richtig wie möglich zu machen.


Erwachsene Hunde erziehen

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Was ist hierbei zu beachten?

Erwachsene Hunde haben nicht mehr so einen ausgeprÀgten Spieltrieb wie ein Welpe und schon feste Vorlieben, die du in der Erziehung nutzen kannst.

Sie brauchen in der Regel mehr Anreize und Herausforderungen, um freiwillig etwas Neues zu lernen.

Vorteile

  • Erwachsene Hunde sind in der Regel bereits sozialisiert und mĂŒssen keine grundlegenden Dinge, wie Stubenreinheit, mehr lernen.
  • Sie sind in ihrem Verhalten stabiler und ruhiger.
  • Bei Hunden, die sich bereits an das Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnt haben, muss man sich nicht mehr so stark auf die Sozialisierung konzentrieren und das lĂ€sst mehr Zeit fĂŒr andere Baustellen.

Nachteile

  • Die bereits gelernten Verhaltensweisen sind schon sehr fest im Hund verankert und das ĂŒber Monate oder sogar Jahre.
  • Das bereits gelernte zu Ă€ndern ist eine große Herausforderung fĂŒr einen Hund und kann sich in Sturheit oder Verunsicherung zeigen. Deshalb ist es wichtig hier besonders konsequent und geduldig zu sein.
  • Du musst dich darauf einstellen, dass es deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Erziehung eines Welpen.

Welpen erziehen

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Was ist hierbei zu beachten?

Welpen mĂŒssen von Anfang an ihre Grenzen aufgezeigt bekommen und diese sollten auch konsequent durchgesetzt werden, denn wie soll die kleine Fellnase verstehen, dass er etwas nicht darf, wenn du ihm das manchmal durchgehen lĂ€sst.

Du solltest dir von Anfang an ĂŒberlegen, was dein Welpe darf und was nicht, denn es ist schwerer Verhaltensweisen wieder abzutrainieren als sie zu schaffen.

Vorteile

  • Welpen lernen schneller als erwachsene Hunde, da sie noch unvoreingenommen und wissbegierig sind.
  • Man kann ihnen die Sachen spielerisch beibringen, was es deutlich einfacher macht

Nachteile

  • Man muss ihnen noch die grundlegendsten Dinge beibringen, wie die Stubenreinheit und sie sind in ihrem Verhalten noch nicht so stabil wie ein erwachsener Hund.
  • Außerdem nimmt die Sozialisierung auch eine gewisse Zeit in Anspruch

Empfehlung:

Dieses Buch gibt dir alles an die Hand, was du ĂŒber die Welpenerziehung wissen musst und unterstĂŒtzt dich noch mit einem super Junghund-training bis zum ersten Lebensjahr:

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Zusammenfassung:

– Beginne so frĂŒh wie möglich mit der Hundeerziehung
– Hunde lernen ihr Leben lang
– Um bestimmte Sachen zu lernen braucht jeder Hund unterschiedlich lang
– Erwachsene Hunde haben bereits gefestigte Verhaltensweisen, bei denen es schwer sein kann, diese aufzuheben
– Wenn du einen Welpen erziehen willst, ist es wichtig von Anfang an Regeln aufzustellen und diese konsequent durchzusetzen
– Welpen lernen schneller als erwachsene Hunde, mĂŒssen aber noch die grundlegendsten Sachen lernen


3. Die wichtigsten Punkte einer effektiven Hundeerziehung

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Diese Punkte solltest du unbedingt im Hinterkopf behalten, wenn du das Ganze so effektiv wie möglich angehen willst.

3.1  Kein Hund ist gleich

Du musst dir merken, dass nicht bei jedem Hund das Gleiche funktioniert und die Hundeerziehung sehr individuell ist.

Wichtig dabei sind die Rasseeigenschaften deines Hundes, denn ein Hund der seinem Besitzer gefallen will, wird leichter zu erziehen sein als ein eher sturer Hund

3.2 Geduld und Ruhe

Bei einigen Hunden dauert es einfach ein bisschen lÀnger als bei anderen, das ist bei den Menschen genauso und deshalb ist es wichtig den Hund nicht unter Druck zu setzen und die Fassung zu verlieren.

Wird dir eine Situation zu viel, hörst du am besten damit auf und versuchst es zu einem anderen Zeitpunkt nochmal.

3.3 Hundeerziehung im Alltag

Wichtig ist es deinen Hund in jeder möglichen Situation zu erziehen, denn er muss auch da hören, wo viel Ablenkung vorhanden ist.

3.4 Klare Kommandos

Wenn du deinem Hund ein Kommando sagst, benutzt du am besten nur die Worte an sich und bildest keine ganzen SĂ€tze damit, denn das wĂŒrde in Verwirrung enden.

Außerdem ist es wichtig, dass du immer das gleiche Kommando benutzt und sie nicht in zwei Situationen unterschiedlich sagst.

3.5 Lass dich beraten

Wenn du etwas hast, das du allein nicht lösen kannst, ist es kein Problem sich bei einem Hundetrainer, oder einer Hundeschule Hilfe zu holen.

3.6 Keine Eingewöhnungsphase

Es ist wichtig, mit der Erziehung gleich nach dem Umzug zur neuen Familie zu beginnen, denn das Ändern von Angewohnheiten ist schwerer als die Regeln von Anfang an umzusetzen.

3.7 Das Lerntempo

Du solltest mit dem Leichten beginnen und die schweren Sachen darauf aufbauen.

Wichtig ist hier den Schwierigkeitsgrad nicht zu schnell zu steigern, um der Verzweiflung von dir und deinem Hund entgegenzuwirken.

3.8 Lass keine Langeweile entstehen

Versuche deinen Hund immer zu beschĂ€ftigen, auch wenn ihr draußen seid und eure Runde lauft.

Wenn du mit deinem Hund spielst, die Kommandos ĂŒbst, oder ihn etwas suchen lĂ€sst, stĂ€rkt das eure Bindung und dein Hund kommt gar nicht erst auf die Idee wegzurennen.

3.9 Der Kontakt mit anderen Hunden und Menschen

Positiv ist auch der Besuch einer Hundeschule, oder einer Hundewiese, denn dort kann sich dein Vierbeiner austoben, den Kontakt mit anderen Hunden lernen und du kannst dich mit anderen Hundefreunden austauschen.


4. Fehler in der Hundeerziehung

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Hier zeige ich dir ein paar hÀufig gemachte Fehler, die du bei der Erziehung deines Hundes vermeiden solltest.

4.1 Zu wenig BeschÀftigung

Wenn dein Hund zu viel ĂŒberschĂŒssige Energie hat, muss er einen Weg finden diese herauszulassen und das könnte zum Leid deiner Möbel geschehen.

Damit das nicht passiert ist es wichtig deinen treuen Begleiter ausreichend auszupowern. Das kannst du machen, indem ihr Spiele spielt, oder Hundetricks lernt.

Du solltest versuchen deinen Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig auszupowern.

4.2 Kein Leinentraining

Um ziehen an der Leine und andauerndes vorlaufen zu unterbinden, ist es wichtig von Welpenalter an mit dem Leinentraining zu beginnen.

Wenn dein Hund an der Leine zieht oder vorlÀuft, bleib einfach stehen und warte bis die Leine wieder locker ist. Du kannst deinen Fellfreund auch mit einem Leckerli wieder zu dir locken, oder seinen Namen rufen.

4.3 Mehrfaches sagen der Kommandos

Es ist wichtig, dass du die Kommandos nicht mehrfach sagst, dadurch lernt dein Hund nÀmlich, dass er nicht beim ersten Mal hören muss und wird das in Zukunft auch so fortsetzen.

4.4 Fehlender Kontakt zu anderen Hunden

Der Hund sollte im Welpenalter ausreichend sozialisiert werden, denn das kann spÀter Konflikte mit anderen Hunden verhindern.

Jede positive Begegnung mit anderen Hunden wirkt sich auf das spĂ€tere Verhalten deines SchĂŒtzlings aus.

4.5 Hilfe nicht ausschleichen

Die Hilfe muss StĂŒck fĂŒr StĂŒck herausgenommen werden, wenn du ein Kommando sagst.

Der Hund muss lernen, dass er das gesagte auch macht, wenn du kein Leckerli in der Hand hast, oder nicht mit heruntergehst beim Platz machen.

5. Brauche ich eine Hundeschule?

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In einer guten Hundeschule hast du den Vorteil, dass die Trainer dir sofort helfen können, wenn du etwas nicht verstehst oder dein Hund mal nicht das macht, was du willst.

Gut ist auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Hundefreunden, die dir vielleicht RatschlÀge zu gutem Futter, oder einer praktischen Leine geben können.

Besonders wenn du deinen ersten Hund hast, kann es von Vorteil sein, Experten um sich herum zu haben, die auch fĂŒr deine Fragen offen sind.

Das Gelernte kann dort auch gleich praktisch umgesetzt werden.

Du solltest insbesondere darauf achten, dass die Gruppen nicht zu groß sind und theoretischer, sowie praktischer Unterricht kombiniert wird.

Zusammenfassung:

– Eine Hundeschule kann insbesondere fĂŒr AnfĂ€nger sehr hilfreich sein
– Experten, die fĂŒr Fragen offen sind, sind immer gut
– Praktisch lernt man immer besser als nur theoretisch


6. Hilfsmittel bei der Hundeerziehung

Es gibt verschiedene Hilfsmittel in der Hundeerziehung, die dir unter die Arme greifen können, du musst aber bedenken, dass es nur Hilfsmittel sind und unterstĂŒtzen sollen.

1. Der Clicker

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Da eine der wichtigsten Regeln in der Hundeerziehung das zeitnahe Belohnen ist und du nicht immer schnell ein Leckerli aus deiner Tasche ziehen kannst, kommt hier der Clicker ins Spiel.

Mit dem Clicker kannst du schneller reagieren als mit einem Leckerli.

Es ist zu beachten, dass dein Hund und du den Einsatz erst erlernen mĂŒssen, denn ohne das GerĂ€usch vorher mit etwas Positivem zu verbinden, wird dein Hund damit nichts anfangen können.

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2. Die Hundepfeife

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Der Vorteil der Pfeife ist, dass sie einen Ultraschallton von sich gibt, den nur der Hund hören kann und so niemand anderes gestört wird.

Du kannst wie bei dem Clicker auch den Ton der Hundepfeife mit etwas Positivem verbinden und hast hier noch die Möglichkeit verschiedene Töne zu erzeugen, die auch eine verschiedene Bedeutung haben können.

Ähnlich wie bei dem Clicker muss der Hund erstmal die Bedeutung kennenlernen.

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3. Spielzeug

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Mit einem Spielzeug lassen sich vor allem Hunde motivieren, die gerne zerren oder jagen wollen.

In der Regel reicht es schon das Spielzeug zu zeigen um zu motivieren, es muss aber aufgepasst werden, dass dein pelziger Freund sich nicht nur noch darauf konzentriert.

Am besten wird es wie eine Belohnung eingesetzt und dem Hund nach der erfolgten Aufgabe gegeben, so verhindert man auch Ablenkung

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FAQ

Bis wann lÀsst sich ein Hund am besten erziehen?

Am besten lÀsst sich dein Hund vom Welpenalter bis zur PubertÀt erziehen. Denke aber dran, dass die Erziehung ein Leben lang dauert, denn dein pelziger Freund lernt auch mit 10 Jahren noch. Im Alter musst du aber deutlich mehr Geduld vorweisen.

Was ist bei der Hundeerziehung wichtig?

Kommunikation und Konsequenz, wenn dein Hund nicht versteht, was du ihm sagst, kann er nicht hören und wenn du ihm sein Verhalten immer wieder durchgehen lÀsst wird er nicht hören.

Was sollte ein Hund nicht tun?

Dein Hund sollte nicht unkontrolliert durchdrehen, wenn du, oder jemand anderes, nach Hause kommt. Nicht jeder mag es sofort von deinem Vierbeiner ĂŒberfallen zu werden.

Wie werde ich konsequent mit meinem Hund?

Konsequent zu sein ist gar nicht schwer, versuche nur eine Regel, die du aufgestellt hast, in jeder Situation auch so umzusetzen. Wenn du deinem Hund nicht konsequent gegenĂŒber bist, verunsichert ihn das und er weiß nicht welches Verhalten richtig ist.

Kann man einen erwachsenen Hund noch erziehen?

Ja, du kannst Hunde immer erziehen. Denke daran, dass die Erziehung bei einem erwachsenen Hund lĂ€nger dauert, da sich seine Verhaltensweisen schon ĂŒber Jahre hinweg festigen konnten.

Wie lange dauert die Flegelphase beim Hund?

Mit der Flegelphase ist die PubertÀt gemeint, diese fÀngt bei jedem Hund unterschiedlich an und endet auch verschieden. In der Regel beginnt sie zwischen dem 6. und 12. Monat und endet zwischen dem 24. und 36. Monat.


Zusammenfassung

  • Dein Hund sollte die Grundkommandos können
  • Du solltest wissen, wie du deinen Hund nicht ĂŒberforderst und wie er zu belohnen ist
  • Abwechslung und Spaß sollten ein Teil deiner Erziehung sein
  • Du kannst richtig mit deinem Hund kommunizieren und weißt was zu tun ist, wenn er nicht hört
  • Die Hundeerziehung sollte möglichst frĂŒh beginnen
  • Hunde lernen ein Leben lang
  • Die Erziehung eines erwachsenen Hundes, aber auch die eines Welpen haben Vor- und Nachteile
  • Eine Hundeschule kann vor allem als AnfĂ€nger Sinn ergeben
  • Hilfsmittel sind nicht unbedingt notwendig und mĂŒssen dem Hund zum Teil auch erstmal beigebracht werden
  • BĂŒcher und Onlinekurse können hilfreich sein

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